
Sinja Laimbacher
Meine Story
zurück aufs Velo
Frau Schmid hat eine angeborene Schwäche der Nerven, welche die Arme und Beine versorgen, sodass Signale zu den Muskeln und zur Haut teilweise verzögert oder nur abgeschwächt weitergeleitet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt kam sie gut damit zurecht, doch dann verschlechterte sich ihre rechte Hand plötzlich: Der kleine Finger wurde kraftlos, Schreiben wurde eine grosse Herausforderung, und auf dem Rennvelo kribbelte die ganze Hand. Ihr geliebtes Hobby rückte in weite Ferne. Auch im Beruf als Lehrerin wuchs die Unsicherheit. Die Angst, ob ihre Hand je wieder funktionieren würde, sass tief. Ich spürte: Hier geht es nicht nur um eine Hand – es geht um Selbstständigkeit, Sicherheit und ein Stück Lebensfreude.
Wir klärten gemeinsam, welcher Nerv gereizt ist und weshalb er gerade jetzt so empfindlich reagiert. Dann erarbeiteten wir einen klaren Plan: bessere Haltung beim Stehen und Schreiben, kleine Alltagshilfen wie Griffverdickungen und die ergonomische Anpassung ihres Rennvelos, um Druck zu reduzieren. Stück für Stück kehrten Kraft, Sicherheit und Vertrauen zurück.